 Rennsteig |
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 Übersicht Rennsteigportal
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  Interessantes über den Namen Rennsteig |
Neben dem Rennsteig des Thüringer Waldes gab es im gesamten deutschen Sprachgebiet mehr als 200 Rennsteige
und Rennwege, die teilweise älter und zum Teil jünger sind. Daraus erkennt man, daß der Name Rennsteig
kein Eigenname, sondern ein Gattungsname war und ist. Einheimische bezeichnen den Rennsteig in ihrer
mundartlichen Form oft auch als 'Rennstieg', obwohl der Kammweg des Thüringer Waldes und des Thüringer
Schiefergebierges durchgängig Rennsteig genannt wird. Nur in 'Neuhaus am Rennweg' wird der Rennsteig -
Rennweg genannt. Dies ist aber eine überlieferte postalische Zweckbindung zur Unterscheidung von weiteren
gleichnamigen Postorten. Ludwig Hertel erkläte 1893 den Rennsteig als einen 'Gebirgswanderpfad für hin- und
hersprengende Reiterboten.
Das urkundliche 'Rynnestig' von 1330 und seine späteren Formen, 1406 'Rynnesteig', 1445 'Rynnetigk' und
'Rynnesteig', 1503 'Rennsteig', setzen sich aus 'rinnen' - 'sich schnell bewegen', davon abgeleitet
'rennen', - 'laufen, machen, zum raschen Lauf veranlassen', und 'stig, steig' 'ansteigender Pfad' zusammen.
Rennsteige waren demnach Wege zur raschen Fortbewegung und im Unterschied zu den Heerstrassen schmale
Lauf- und Reitwege, auf denen man Boten und Reiterscharen nach einem schnell zu erstrebenden Ziel senden
konnte.
Der Thüringer Rennsteig ist somit als ein Höhenunterschiede überwindenter Bergpfad zu erklären, auf dem
man sich schnell fortbewegen konnte. Daß der Rennsteig über grosse Strecken auch Gebietsgrenzlinie war
und somit eine doppelte Aufgabe übernahm, ist das Ergebnis territorialpolitischer Entwicklung in Thüringen.
Als Zeugen dieser Zerissenheit der Thüringer Lande sind auch heute noch die alten Grenzsteine entlang dem
Rennsteig zu finden.
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  Dreiherrensteine und Ländergrenzsteine |
Heute zeugen davon noch 13 Dreiherrensteine und ca. 780 Grenzsteine entlang dem Rennsteig. Weiterhin
gilt der Rennsteig als Sprach-, Glaubens- und Kulturgrenze. Auf diesen Seiten finden Sie vielfältige
Möglichkeiten sich über den Rennsteig zu informieren und Ihren ganz persönlichen Rennsteigurlaub zu
planen und zu gestalten.
Der Rennsteig als Berg- und Wanderpfad ist nicht nur ein Wanderweg, wie man ihn so ursprünlich und
verschiedenartig selten findet, sondern er ist ein Wanderpfad, der Unbekanntes und längst vergessen
Geglaubtes vor das Auge des Wanderers führt und auf des Gipfeln und in dessen Waldschweigen mancher
sich selbst wieder findet.
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  'Gut Runst' - Gruss der Rennsteigwanderer |
Auf dem 916m NN hohen Grossen Inselsberg
registrierte der Rennsteigverein 1896 bei seiner dritten Jahresversammlung im Rahmen der 250-Jahr-Feier
des dortigen Berghauses anno 1899 erstmals mehr als 100 Mitglieder. Aus ihren Reihen kam die Anregung zu
dem, dann 1900 eingeführten Rennsteiggruss 'Gut Runst!', mit dem sich der Rennsteigverein durchaus nicht
vom üblichen Gruss 'Frisch auf!' distanziert.
Runst kommt von 'rennen' - wie Kunst von kennen oder Brunst von brennen. 'Gut Runst!' heisst also nichts
anderes als: Gute Rennsteigfahrt, frohes - mitnichten eiliges - Wandern auf allen Rennsteigen und Rennwegen!
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  Markierungen am Rennsteig |
Als Orientierungshilfen für Wanderer am Rennsteig sind entlang der Strecke folgende Markierungen
angebracht:
1. Weisses 'R' an Bäumen und Steinen (auch Mareile genannt)
2. Blaues Andreaskreuz auf weissem Grund
3. hölzernes Rennsteigwappen
4. Wegweiser
5. Markierungstafeln
Neu seit 2008
6. Braunes Schild mit weißem 'R' - Hauptwanderweg
7. Braunes Schild mit blauem 'R' - Alternativwege / Umleitungen
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