Der Rennsteig - ist mit seinen 168,3 km der älteste Höhenwanderweg des Thüringer Waldes. Von der Hörschel bis Blankenstein erstreckt sich ein natürlicher Erlebnisraum der jährlich tausenden von Besuchern Erholung bietet.
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 Rennsteig

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 Historischer Kammweg
 
Historische Handelsstrasse Der Rennsteig - ist mit seinen 168,3 km der älteste zusammenhängende Höhenwander-weg des Thüringer Waldes und gewählter Wanderweg des Jahres 2005. Von der Hörschel an der Werra bei Eisenach bis Blankenstein an der Saale erstreckt sich ein natürlicher Erlebnisraum der jährlich tausenden von Besuchern Urlaub und Erholung vom Feinsten bietet. Mit seinem milden bis reizbaren Mittel-gebirgsklima ist der Rennsteig mit seiner Vielfältigkeit an Erholungsmöglichkeiten das Urlaubsziel im Thüringer Wald. Gut ausge-schilderte Wanderwege ermöglichen auch dem unerfahrenen Wanderer Urlaubsvergnügen in unberührter Natur. Der Rennsteig gilt als historischer Kammweg und fand seine erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1330 als 'Rynnestig'. Er diente als Verbindungsweg zwischen zahlreichen Passgängen und Grenzweg zwischen Thüringer Kleinstaaten. Das Foto rechts zeigt die alte 'Handelsstrasse Anno 1600 am Großen Dreiherrenstein'.
 
 
 Interessantes über den Namen Rennsteig
 
Neben dem Rennsteig des Thüringer Waldes gab es im gesamten deutschen Sprachgebiet mehr als 200 Rennsteige und Rennwege, die teilweise älter und zum Teil jünger sind. Daraus erkennt man, daß der Name Rennsteig kein Eigenname, sondern ein Gattungsname war und ist. Einheimische bezeichnen den Rennsteig in ihrer mundartlichen Form oft auch als 'Rennstieg', obwohl der Kammweg des Thüringer Waldes und des Thüringer Schiefergebierges durchgängig Rennsteig genannt wird. Nur in 'Neuhaus am Rennweg' wird der Rennsteig - Rennweg genannt. Dies ist aber eine überlieferte postalische Zweckbindung zur Unterscheidung von weiteren gleichnamigen Postorten. Ludwig Hertel erkläte 1893 den Rennsteig als einen 'Gebirgswanderpfad für hin- und hersprengende Reiterboten.
 
Das urkundliche 'Rynnestig' von 1330 und seine späteren Formen, 1406 'Rynnesteig', 1445 'Rynnetigk' und 'Rynnesteig', 1503 'Rennsteig', setzen sich aus 'rinnen' - 'sich schnell bewegen', davon abgeleitet 'rennen', - 'laufen, machen, zum raschen Lauf veranlassen', und 'stig, steig' 'ansteigender Pfad' zusammen.
 
Rennsteige waren demnach Wege zur raschen Fortbewegung und im Unterschied zu den Heerstrassen schmale Lauf- und Reitwege, auf denen man Boten und Reiterscharen nach einem schnell zu erstrebenden Ziel senden konnte.
 
Der Thüringer Rennsteig ist somit als ein Höhenunterschiede überwindenter Bergpfad zu erklären, auf dem man sich schnell fortbewegen konnte. Daß der Rennsteig über grosse Strecken auch Gebietsgrenzlinie war und somit eine doppelte Aufgabe übernahm, ist das Ergebnis territorialpolitischer Entwicklung in Thüringen. Als Zeugen dieser Zerissenheit der Thüringer Lande sind auch heute noch die alten Grenzsteine entlang dem Rennsteig zu finden.
 
 
 Dreiherrensteine und Ländergrenzsteine
 
Heute zeugen davon noch 13 Dreiherrensteine und ca. 780 Grenzsteine entlang dem Rennsteig. Weiterhin gilt der Rennsteig als Sprach-, Glaubens- und Kulturgrenze. Auf diesen Seiten finden Sie vielfältige Möglichkeiten sich über den Rennsteig zu informieren und Ihren ganz persönlichen Rennsteigurlaub zu planen und zu gestalten.
 
 
Der Rennsteig als Berg- und Wanderpfad ist nicht nur ein Wanderweg, wie man ihn so ursprünlich und verschiedenartig selten findet, sondern er ist ein Wanderpfad, der Unbekanntes und längst vergessen Geglaubtes vor das Auge des Wanderers führt und auf des Gipfeln und in dessen Waldschweigen mancher sich selbst wieder findet.
 
 
 'Gut Runst' - Gruss der Rennsteigwanderer
 
Auf dem 916m NN hohen Grossen Inselsberg registrierte der Rennsteigverein 1896 bei seiner dritten Jahresversammlung im Rahmen der 250-Jahr-Feier des dortigen Berghauses anno 1899 erstmals mehr als 100 Mitglieder. Aus ihren Reihen kam die Anregung zu dem, dann 1900 eingeführten Rennsteiggruss 'Gut Runst!', mit dem sich der Rennsteigverein durchaus nicht vom üblichen Gruss 'Frisch auf!' distanziert.
 
Runst kommt von 'rennen' - wie Kunst von kennen oder Brunst von brennen. 'Gut Runst!' heisst also nichts anderes als: Gute Rennsteigfahrt, frohes - mitnichten eiliges - Wandern auf allen Rennsteigen und Rennwegen!
 
 
 Markierungen am Rennsteig
 
Als Orientierungshilfen für Wanderer am Rennsteig sind entlang der Strecke folgende Markierungen angebracht:
    1. Weisses 'R' an Bäumen und Steinen (auch Mareile genannt)
    2. Blaues Andreaskreuz auf weissem Grund
    3. hölzernes Rennsteigwappen
    4. Wegweiser
    5. Markierungstafeln
Neu seit 2008
    6. Braunes Schild mit weißem 'R' - Hauptwanderweg
    7. Braunes Schild mit blauem 'R' - Alternativwege / Umleitungen