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 Persönlichkeiten am Rennsteig
 Prof. Dr. phil. Johannes Bühring
 
Prof. Dr. phil. Johannes Bühring
ist Mitbegründer des Rennsteigvereins.
 
geboren: 20.09.1858 zu Neuwind
gestorben: 18.09.1937 zu Elberfeld
 
Fürsteher von 1910 bis 1932
Ehrenfürsteher von 1932 bis 1937
 
 
 Begeisterung für Hertels Idee
 
Als Johannes Bühring im Mai 1894 als Zweiter den Gründungsaufruf von Hertel unterzeichnete, da war der Nichtthüringer von Arnstadt aus, wo er als Gymnasialoberlehrer tätig war, schon dabei, den Thüringer Wald und seine Wanderwege zu erkunden. Unverzüglich wurde er Wander- und Forschungsgenosse Ludwig Hertels. So kam es zu gemeinsamen Erkundungen des Rennsteiges und zur gemeinsamen Herausgabe des Bergwanderführers bereits im Gründungsjahr des Rennsteigvereins. Fast gleichzeitig erschien Brühnings 'Routenkarte des Thüringer Waldes' , die, später vom Thüringer-Wald-Verein betreut, viele Neuauflagen erlebte.
 
 
 Herz und Sinn für den Rennsteig
 
Auf der Generalversammlung des Verbandes des Deutschen Geschichts- und Altertumsvereine im Herbst 1896 hielt der Mitstreiter Hertels einen zündenten Rennsteig-Vortrag, der dann auch der im westlichen von ihm formulierten und der Versammlung zur Genehmeigung vorgelegten Rennsteig-Rundfrage beigefügt wurde. 1898 veröffentlichte er die Schrift 'Der Rennsteig als Reiseziel' und warb damit für den Kammweg. Zunächst gemeinsam mit Ludwig Hertel, dann dessen Werk weiterführend hatte Johannes Bühring massgeblich Anteil daran, den Rennsteig zum best erforschten deutschen Wanderweg zu machen. 1910 gab er die zweite Auflage des Führers 1 heraus, 1930 die erweiterte dritte Auflage. Für den Führer 2 und das 'Mareile' erbrachte er wesentliche Beiträge. 1929 legte er 'Des Rennsteigs steinerne Chronik' vor. Unzählige Male wanderte er über den Rennsteig, dessen Anschluss- und Nebenstrecken, um immer wieder seinen Führer und seine Karten ergänzen und verbessern zu können.
 
 
 Tätigkeit nicht nur für den Rennsteig
 
Während seiner Arnstädter Zeit nahm sich Johann Bühring des verwahrlosten dortigen Archivs an, bearbeitete und betreute das Schwarzburg-Sondershäuser Regierungsarchiv, gründete die Museumsgesellschaft zu Arnstadt und betreute auch diese. Bereits 1901 als Gymnasialprofessor nach Elberfeld berufen, erforschte er weiter die Geschichte Arnstadts und übergab zur Zwölfhundertjahrfeier 1904 eine ausführliche Zusammenstellung. Andere wissenschaftliche Forschungen und deren Ergebnisse legte er in zahlreichen Aufsätzen nieder.
 
Trotz grosser Schicksalsschläge - der erste Weltkrieg nahm ihm zwei Söhne aus erster Ehe, ein millitärischer Unfall 10 Jahre später den dritten - blieb Johannes Bühring ein unermüdlicher, vorbildlicher und erfolgreicher Forscher. Der Rennsteigverein und alle an thüringer Regionalgeschichte Interessierte haben ihm viel zu verdanken. 1939 wurde sein Name zu ewigen Erinnerung am Glöckner-Ehrenmal eingemeisselt.
 
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